Geschichte & Themen

Grundlage für die Tätigkeit der Diakonischen Arbeitsgemeinschaft evangelischer Kirchen ist eine Vereinbarung zwischen dem „Hilfswerk der EKD” und dem „Zentralausschuss der Vereinigung evangelischer Freikirchen” (VEF) vom 12. November 1952. Darin wurde die Zusammenarbeit bei der Verteilung der Hilfsgüter aus den Kirchen der USA, zum großen Teil Schwesterkirchen der deutschen Freikirchen, für die Bevölkerung im Nachkriegsdeutschland vereinbart und geregelt. Dabei entstanden gemeinsame Arbeitsstrukturen zwischen den evangelischen Landes- und Freikirchen. Gleichzeitig wuchs auch Verständnis, Respekt und Vertrauen zu den Christen aus den jeweils anderen Kirchen. Mit der Gründung des Ökumenischen Rates der Kirchen und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland wurden 1948 verbindliche Strukturen für die internationale und die nationale Ökumene geschaffen. Die vier Jahre später getroffene Vereinbarung zwischen den Freikirchen und dem „Hilfswerk der EKD“ eröffnete neue Möglichkeiten praktischer Zusammenarbeit.

Nach fünfjähriger Arbeit erhielt die Arbeitsgemeinschaft den Status einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts. 1984 wird sie zu einem nicht rechtsfähigen Verein unter dem Dach des Diakonischen Werkes der EKD umgewandelt. 1991 wurde die Vereinigung mit der „Diakonischen Arbeitsgemeinschaft evangelischer Freikirchen in der DDR” vollzogen.Im Jahr 2011 wurde die Satzung erneut verändert. Sie trägt insbesondere den neuen Strukturen im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung Rechnung und ist durch weitere Mitglieder breiter aufgestellt.

Aufgaben heute:

Verantwortliche Mitgestaltung des Profils der Diakonie und Entwicklungszusammenarbeit im kirchlichen, ökumenischen, humanitäre und diakonischen Bereich: Das geschieht sowohl in den eigenen Kirchen, ihren diakonischen Einrichtungen und Werken der Mitglieder als auch durch Mitarbeit in den Entscheidungsgremien des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung. Zudem sind die Mitglieder der Diakonischen Arbeitsgemeinschaft in Fachgremien und Fachverbänden vertreten. Die Geschäftsstelle pflegt Kontakte zu den Mitgliedern und dem Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung sowie den dort angesiedelten Organisationen, verbänden und Arbeitszweigen.

Ein besonderes Tätigkeitsfeld der Diakonischen Arbeitsgemeinschaft evangelischer Kirchen ist die ökumenische Diakonie. Über sie nehmen die Frei- und altkonfessionellen Kirchen Verantwortung bei der Aktion „Brot für die Welt” wahr.

Außerdem verantwortet die Diakonische Arbeitsgemeinschaft evangelischer Kirchen verschiedene Projekte wie den Diakonischen Grundkurs und Wanderausstellungen.